Deutscher Behindertenrat (DBR)

Das Aktionsbündnis deutscher Behindertenverbände
Im Deutschen Behindertenrat (DBR ) haben sich alle wichtigen Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, das mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland repräsentiert.

Unter anderem ist Aufgabe des Deutschen Behindertenrates, Interessen behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen verbandsübergreifend offensiv zu vertreten. Dazu gehört insbesondere auch, auf die Sicherstellung der finanziellen Rahmenbedingungen für die Lebensgestaltung behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen sowie der Arbeit der für sie notwendigen Dienste und der Selbsthilfestrukturen hinzuwirken.

Der Deutsche Behindertenrat ist ein Aktionsbündnis der maßgeblichen Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen und versteht sich als Plattform gemeinsamen Handelns und des Erfahrungsaustauschs. Er ist kein Dachverband und besitzt damit kein generelles Vertretungsmandat. Die Mitgliedsorganisationen sind eigenständig und vertreten sich in aller Regel selbst (-Mitglieder ).

Der Deutsche Behindertenrat vertritt die Interessen behinderter Menschen auf internationaler Ebene und ist Mitglied im Europäischen Behindertenforum .


Pressemitteilungen des DBR
-Deutscher Behindertenrat fordert: Neuer Hilfsfonds für ehemalige Heimkinder in Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien ohne weitere Verzögerungen und Diskriminierungen
Berlin, 15.6.2016 - Der Deutsche Behindertenrat (DBR) fordert anlässlich des morgigen Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder die Verantwortlichen aus Bund, Ländern und Kirchen auf, ohne weitere Verzögerungen einen diskriminierungsfreien Hilfsfonds zur Anerkennung des Leids ehemaliger Heimkinder in Behinderteneinrichtungen und Jugendpsychiatrien aufzubauen und Nachbesserungen im aktuellen Entwurf vorzunehmen.

-Behindertengleichstellungsgesetz erfüllt Erwartungen nicht
Berlin, 11. Mai 2016 - "Einige Vorschläge des DBR und seiner Mitgliedsverbände sind in die Neufassung des Behindertengleichstellungsgesetzes eingeflossen. Das erkennen wir an, sind aber mit dem Gesamtbild unzufrieden, da insbesondere beim Abbau von Barrieren die Privatwirtschaft nicht in die Pflicht genommen wird." Das erklärt Ulrike Mascher, Sprecherratsvorsitzende des DBR und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der morgigen zweiten und dritten Lesung der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag.

-Deutscher Behindertenrat: Menschen mit Behinderung müssen weiter auf die Verwirklichung ihrer Rechte warten
Berlin, 3. Mai 2016 - "Menschen mit Behinderung müssen auch weiterhin auf die Verwirklichung ihrer Rechte warten. Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich die Bundesrepublik zwar bereits 2009 verpflichtet, geeignete Maßnahmen für eine inklusive Gesellschaft zu treffen und damit die Gleichstellung mit anderen Menschen sicherzustellen. Von diesem Ziel sind wir aber noch weit entfernt." Das erklärt Ulrike Mascher, Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrats (DBR) und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

  
Aktuelles
-Sechs gemeinsame Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz
Berlin, 11. Mai 2016 - Gemeinsame Kernforderungen von Deutscher Behindertenrat (DBR), Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung, Der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) zum Referentenentwurf für ein Bundesteilhabegesetz vom 26. April 2016

-Gemeinsames Forderungspapier von DBR und VENRO zur Umsetzung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie
14.4.2016 - Nach der Verabschiedung der Agenda 2030 mit den 17 Nachhaltigkeitszielen erarbeitet die Bundesregierung aktuell eine Fortschreibung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, mit der die Agenda 2030 in und durch Deutschland umgesetzt werden soll. Welche Punkte dabei wichtig sind, hat VENRO, ein Zusammenschluss von rund 100 deutschen Nicht-Regierungsorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit, in einem gemeinsamen Forderungspapier mit dem Deutschen Behindertenrat (DBR) formuliert.

-Deutscher Behindertenrat verurteilt Gewalt gegen Menschen mit Behinderung
11.4.2016 - Der Deutsche Behindertenrat (DBR) verurteilt Misshandlungen von Hilfsbedürftigen: "Wir verurteilen jegliche Gewalt gegen Menschen mit Behinderung. Sollten sich die bekannt gewordenen Vorwürfe gegen die Einrichtung in Bayern bewahrheiten, dass Kinder mit Behinderung weggesperrt oder durch Fixierung ruhig gestellt worden sind, muss alles aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", kommentiert Ulrike Mascher, Sprecherratsvorsitzende des DBR und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.
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