Einladung Ich bin nicht behindert – ich werde behindert!

Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates zum Welttag der Menschen mit Behinderungen

Livestream 2.12., 10 - 12 Uhr: Ich bin nicht behindert – ich werde behindert! (mit Gebärdendolmetschung)


Stream in Leichter Sprache: Ich bin nicht behindert – ich werde behindert! (in leichter Sprache)


Sehr geehrte Damen und Herren,

gemeinsam leben, lernen, arbeiten und alt werden ist – spätestens seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland – mehr als ein Wunsch. Inklusion ist ein Menschenrecht. Dennoch stoßen Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag auf viele Barrieren. Kaputte Aufzüge an der U-Bahn oder im Supermarkt, fehlende Leitsysteme für Menschen mit Seheinschränkungen in privaten und öffentlichen Räumen, keine barrierefreien Mietwohnungen, schwer verständliche Informationen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen... All diese Barrieren machen eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen schwer oder unmöglich.

Ich möchte Sie zur diesjährigen Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates zum Welttag der Menschen mit Behinderungen am 2. Dezember 2022 von 10:00 bis 12:00 Uhr einladen.
Die Welttagsveranstaltung hat das Motto: "Ich bin nicht behindert – ich werde behindert!"

Ein Herzstück werden Videos sein. Die bekannte Influencerin Ninia LaGrande trifft darin ganz unterschiedlich Betroffene, die in ihrem Leben durch verschiedenste Barrieren behindert werden. Die Links finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Über den Abbau dieser Barrieren und die gesellschaftlichen und politischen Aufgaben dabei wollen wir in einer Podiumsdiskussion sprechen. Wir freuen uns sehr, dass wir Jürgen Dusel, den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen dafür gewinnen konnten. Des Weiteren freuen wir uns, dass aus den Reihen des Deutschen Behindertenrates die Präsidentin des Sozialverband VdK Deutschland, Verena Bentele , die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG-S), Hannelore Loskill sowie das Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL), Horst Frehe auf dem Podium sein werden. Marius Schwahn und Benedikt J. Sequeira Gerardo vervollständigen unser Panel. Auch Sie berichten über Barrieren in ihrem privaten und beruflichen Alltag.

Abschluss wird traditionell die Übergabe der Geschäfte des Deutschen Behindertenrates - die "Staffelstabübergabe" - sein. Der Staffelstab geht in die Hände von Sigrid Arnade und Barbara Vieweg von Weibernetz e. V. - Bundesnetzwerk von Frauen, Lesben und Mädchen mit Beeinträchtigung.

Die diesjährige Veranstaltung wird live gestreamt, simultan gedolmetscht und untertitelt. Über einen separaten Stream wird die Veranstaltung in Leichter Sprache zu verfolgen sein.

Den Stream zur Veranstaltung in Leichter Sprache finden Sie hier:
Ich bin nicht behindert – ich werde behindert! (in leichter Sprache)

Den Stream zur gebärdengedolmetschten Veranstaltung finden Sie hier:
Ich bin nicht behindert – ich werde behindert! (mit Gebärdendolmetschung) .

Ich freue mich darauf, Sie am 2. Dezember begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Engelmeier
(Sprecherratsvorsitzende)

Einladung als PDF herunterladen:

 Einladung DBR-Welttagsveranstaltung2022 (444 KB)
Einladung zur DBR-Welttagsveranstaltung am 2. Dezember 2022



Zum Interview mit Alexander Ahrens zum Thema Inklusion: Youtube - Ninia LaGrande spricht mit Alexander Ahrens über das Thema Inklusion! .

Zum Video über Benedikt J. Sequeira Gerardo und Marius Schwan: Youtube - Ninia LaGrande spricht mit Benedikt J. Sequeira Gerardo über Barrieren auf dem Arbeitsmarkt! .

Zum Gespräch mit Marie Lampe über den Bedarf an weiterer Aufklärung: Youtube - Ninia LaGrande mit Marie Lampe über den Bedarf an weiterer Aufklärung! .





Nichts über uns ohne uns - Forderungspapier des DBR
Die DBR-Verbände legen ihr Forderungspapier "Nichts über uns ohne uns – Zur notwendigen Entwicklung von Partizipationsstandards" vor. Sie verbinden damit Wunsch und Ziel, dass für bundespolitische Normgebungsprozesse, einschließlich europäischer Normsetzung, nunmehr verbindliche Partizipationsstandards zur Beteiligung von Behindertenverbänden entwickelt werden.

 DBR-Positionspapier-Partizipationsstandards.pdf (304 KB)



DBR appelliert: Menschen mit Behinderung in dieser humanitären Notlage nicht zu vergessen

Bildbeschreibung: Abbildung der Silhouette einer weißen Taube mit einem Olivenzweig im Schnabel auf dem Hintergrund der Ukrainischen Farben blau und gelb.

Der Deutsche Behindertenrat ist erschüttert und zutiefst besorgt über die immer dramatischere Lage in der Ukraine.

Menschen mit Behinderungen dürfen in dieser humanitären Notlage nicht vergessen werden. Wir sorgen uns um ihren Schutz und ihre Sicherheit besonders. Denn für Menschen mit Behinderungen sind Fluchtoptionen enorm eingeschränkt, etwa wenn sie in Heimen leben. Sie müssen deshalb im besonderen Fokus von Evakuierungsanstrengungen und Hilfsprogrammen stehen!

In Solidarität mit allen Ukrainerinnen und Ukrainern fordert der DBR, dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht Stehende tut, um Präsident Putin zur sofortigen Einstellung seines kriegerischen Tuns zu bewegen. Das Leiden der Menschen in der Ukraine, auch derer mit Behinderungen, muss gestoppt werden.




Hilfe für ukrainische Geflüchtete mit Behinderung
Der DBR selbst unterstützt die Initiative Hilfsabfrage" Dieser externe Verweis öffnet ein neues Browserfenster [www.hilfsabfrage.de] ein Wohn- und Transferangebot für Menschen mit Behinderung. Auch unsere Verbände sind aktiv. Folgend finden Sie eine Auflistung der Angebote.

Sozialverband VdK Deutschland e.V.:
Der VdK Berlin Brandenburg bietet Beratung und Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge an im Hinblick auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und sonstige Leistungen auf Deutsch und Englisch. Mehr können Sie hier Dieser externe Verweis öffnet ein neues Browserfenster [www.vdk.de/berlin-brandenburg/pages/84437/beratung_und_unterstuetzung_fuer_ukrainische_fluechtlinge] nachlesen.
Neben dem Beratungsangebot der VdK-EUTB in Potsdam und Reinickendorf, hat der VdK eine Informationsseite Dieser externe Verweis öffnet ein neues Browserfenster [www.vdk.de/deutschland/pages/84641/ukraine-hilfe] für Geflüchtete aus der Ukraine erstellt. Die Seite wird demnächst auch ins Englische und Ukrainische übersetzt und umfasst die Themenbereiche

1.) Ankommen und erste Schritte,
2.) Sozialleistungen und medizinische Versorgung,
3.) Schule, Ausbildung und Arbeit,
4.) weitere Informationsangebote.

Sozialverband Deutschland e.V.:
Der SoVD hat eine Informationsseite Dieser externe Verweis öffnet ein neues Browserfenster [www.sovd.de/ukrainehilfe] unter dem Titel "Das Leiden lindern - Orientierung und Hilfsangebote für Flüchtlinge" erstellt. Hier können die SoVD-Resolution in Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch gelesen werden. Nachrichten des SoVD zum Ukraine-Krieg stehen zur Verfügung und Themen wie "Ankommen in Deutschland" oder grundsätzliche "Informationen für Geflüchtete" finden Raum. Ein gesonderter Themenbereich umfasst die "Hilfe für Menschen mit Behinderung", wo etwa weitere Informationen für Flüchtlinge mit geistiger Beeinträchtigung oder für Gehörlose zur Verfügung stehen.

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.:
Viele blinde und sehbehinderte Menschen kommen aus der Ukraine nach Deutschland. Der DBSV bietet dieser Personengruppe Ihre Hilfe und Unterstützung an, indem zunächst auf einer Informationsseite Dieser externe Verweis öffnet ein neues Browserfenster [www.dbsv.org/ukraine.html ] Spenden abgefragt und Hinweise gegeben werden, wie praktisch Unterstützung geleistet werden kann. Die Seite stellt zudem einen Podcast unter dem Titel "Ankunft blinder und sehbehinderter Geflüchteter in Berlin", eine "Taktile Ukraine-Karte für blinde Menschen" und einen "Rückblick: Rettungsaktion im März 2022" zur Verfügung.

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.:
Der BSK hat eine Zusammenfassung von Information für Ukraine Flüchtlinge erstellt. Diese werden baldig auch auf Russisch und Ukrainisch zur Verfügung stehen. Hier erhalten Sie Informationen zu Einreise, Aufenthalt und Sozialleistungsbezug. Darüber hinaus werden Themen wie besondere Schutzbedarfe, die psychosoziale Unterstützung, die gesundheitliche Versorgung, der Umgang mit Corona und Wohnen in Kategorien mit Informationen bedient. Lesen Sie ausführlich in dieser PDF:

 BSK-Informationen-Flüchtlinge-Ukraine.pdf (737 KB)


© 2021 Deutscher Behindertenrat