Deutscher Behindertenrat (DBR)

Das Aktionsbündnis deutscher Behindertenverbände

Gruppenfoto der Mitglieder des DBR-Arbeitsausschusses
Der DBR tagt in seinen Arbeitsausschusssitzungen fünf Mal im Jahr. Foto: DBR - Franziska Vu

Über den Deutschen Behindertenrat Im Deutschen Behindertenrat (DBR) haben sich alle wichtigen Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, das mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland repräsentiert.

Unter anderem ist Aufgabe des Deutschen Behindertenrates, Interessen behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen verbandsübergreifend offensiv zu vertreten. Dazu gehört insbesondere auch, auf die Sicherstellung der finanziellen Rahmenbedingungen für die Lebensgestaltung behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen sowie der Arbeit der für sie notwendigen Dienste und der Selbsthilfestrukturen hinzuwirken.

Der Deutsche Behindertenrat ist ein Aktionsbündnis der maßgeblichen Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen und versteht sich als Plattform gemeinsamen Handelns und des Erfahrungsaustauschs. Er ist kein Dachverband und besitzt damit kein generelles Vertretungsmandat. Die Mitgliedsorganisationen sind eigenständig und vertreten sich in aller Regel selbst (-Mitglieder ).

Der Deutsche Behindertenrat vertritt die Interessen behinderter Menschen auf internationaler Ebene und ist Mitglied im Europäischen Behindertenforum .

Presse und Aktuelles

Pressemitteilungen des DBR
-DBR: Ja zur dauerhaften Teilhabeberatung – Nein zur Reduzierung der Berichtspflicht
Positiv bewertet der Deutsche Behindertenrat (DBR) die meisten Änderungsanträge des Bundesrates zum SGB IX/SGB XII-Änderungsgesetz, die am Freitag (7. Juni) Thema auf der turnusmäßigen Sitzung sind. "Insbesondere begrüßen wir den Vorschlag, die bislang befristete ´Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)´ dauerhaft zu finanzieren," erklärt Horst Frehe, Vor-sitzender des DBR-Sprecherrats.

-Gesetzeslücke schafft Benachteiligung
17.5.2019 - Der DBR weist auf eine gravierende Lücke im aktuellen Änderungsgesetz zu den Sozialgesetzbüchern IX und XII hin und fordert deren Beseitigung. Dies betrifft Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen leben und ein sogenanntes Taschengeld erhalten. Nach alter Rechtslage bleibt den Bewohner*innen bislang monatlich ein Taschengeld von mindestens 114 Euro zur individuellen Verfügung. Ab 2020 soll es dazu aber keine bundeseinheitliche Regelung mehr geben.

-Nach der Zustimmung: DBR fordert korrekte Umsetzung des europäischen Rechtsakts zur Barrierefreiheit
9.4.2019 - Der Ministerrat der EU hat als letzte EU-Institution die Europäische Richtlinie zur Barrierefreiheit abschließend bestätigt und folgt damit der Zustimmung des Europäischen Parlamentes vom 13. März. "Trotz all seiner Mängel ist der EU mit der Richtlinie ein großer Schritt zu mehr Teilhabe von mehr als 80 Millionen Menschen mit Behinderungen gelungen", stellt DBR-Sprecherratsvorsitzender und ISL-Vorstand Horst Frehe fest.

  
Aktuelles
-Offener Brief an alle Kandidierenden zum Europaparlament
Der Deutsche Behindertenrat fordert mit diesem Offenen Brief alle Kandidierenden zum Europaparlament auf, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.

-Kernforderungen des DBR zur geplanten Reform des Betreuungsrechts
Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hält das System der rechtlichen Betreuung in Deutschland für unvereinbar mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und fordert anstelle des bislang vertretungsorientierten Systems die Überführung in ein System der unterstützten Entscheidungsfindung. Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat zuletzt im Januar 2018 eine Neufassung des Betreuungsrechts gefordert. Das neue Betreuungsrecht soll die Vorgaben der UN-BRK beachten und umsetzen.

-DBR Informationen und häufige Fragen zur Versorgungsmedizin-Verordnung
Nach Auffassung der im Deutschen Behindertenrat (DBR) zusammen arbeitenden Verbände wird die geplante Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung zu einer Absenkung der GdB (Grad der Behinderung) und damit zu geringeren Nachteilsausgleichen führen. Vor allem die Sozialverbände haben (in Absprache mit den anderen Verbänden) eine DBR Stellungnahme dazu erarbeitet.

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