Der Global Disablity Summit in Berlin

Am 2. und 3. April 2025 fand in Berlin der dritte Global Disability Summit (GDS) statt. Zum ersten Mal war Deutschland Gastgeberland.

Am 2. und 3. April 2025 richtete Deutschland gemeinsam mit den Co-Gastgebern Jordanien und der International Disability Alliance das internationale Gipfeltreffen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus. Ziel war es, die weltweite Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention entwicklungspolitisch voranzubringen.

Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz für Deutschland, König Abdullah Il für Jordanien und Nawaf Kabbara von der International Disability Alliance haben den Global Disability Summit eröffnet. Eine wichtige Zusage machte am Vormittag Entwicklungsministerin Svenja Schulze: Sie trat dafür ein, dass 15 Prozent der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit für Inklusion ausgegeben werden.

Die Bühne beim Global Disability Summit. Auf der Leinwand ist der damalige Bundeskanzler zu sehen.
Bundeskanzler Olaf Scholz eröffnet die Veranstaltung gemeinsam mit König Abdullah Il für Jordanien und Nawaf Kabbara von der International Disability Alliance

An beiden Tagen gab es ein Programm mit verschiedenen Redner*innen und Diskussionen auf der Bühne. Bei sogenannten Side Events gab es zudem die Möglichkeit, relevante Themen, Ansätze und gewonnene Erkenntnisse einem globalen Publikum in Berlin vorzustellen und zu diskutieren, um Veränderungen anzuregen und die Zusammenarbeit zu fördern.

Auf einer Ausstellungsfläche konnten sich Akteure aus Zivilgesellschaft, dem Privatsektor, Politik und Wissenschaft präsentieren. Auch der Deutsche Behindertenrat war beim GDS vertreten.

Zu sehen ist einer der Räume beim GDS mit vielen Menschen.
Beim GDS gab es die Möglichkeit, andere Organisationen kennenzulernen und sich auszutauschen.

Zum Abschluss wurde noch ein wichtiges Signal gesendet. Mehr als 80 Staaten und Organisationen verabschiedeten die "Amman-Berlin-Erklärung". Kernziel dieser Erklärung ist es, dass unter dem Motto "15 Prozent für die 15 Prozent" künftig 15 Prozent der Entwicklungsprojekte in einem Land gezielt Inklusion von Menschen mit Behinderungen fordern müssen.

Auf der Bühne sitzen Vertreter*innen verschiedener Länder, die die Erklärung unterzeichnet haben.
Die Amman-Berlin-Erklärung war ein wichtiges Signal zum Abschluss des Gipfels.

"Entwicklungspolitik funktioniert nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Genau das ist hier gelungen: Die Amman-Berlin-Erklärung ist weder ein einseitiges Versprechen der Geberländer, noch eine Zielvorgabe nur für unsere Partnerlander. Mit der Amman-Berlin-Erklärung schließen sich weltweit Partner zusammen, um ,15 Prozent für die 15 Prozent' Wirklichkeit werden zu lassen", sagte dazu die damalige Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze.

Rund 4500 Teilnehmende aus etwa 100 Staaten waren in diesem Jahr beim Global Disability Summit dabei. In mehr als 60 Veranstaltungen gab es Gelegenheiten zum Austausch und Netzwerken.

Vor der Veranstaltung hatte der DBR bereits eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin betonte die damalige DBR-Sprecher*innenratsvorsitzende Hannelore Loskill die Bedeutung des Gipfels:

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