Bildung und Arbeit - Themen am 3. Dezember

17.10.2007 - "Gleichstellung – Teilhabe – Inklusion – Berufliche Bildung", so lautet der Titel einer Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates (DBR), die am 3. Dezember 2007 von 11.00-16.00 Uhr im Bärensaal im Alten Stadthaus, Klosterstraße 47, in Berlin anlässlich des UN-Tages behinderter Menschen stattfindet.

Einmal jährlich, immer am 3. Dezember, lädt der DBR, das Aktionsbündnis der deutschen Behindertenverbände, zu einer zentralen behindertenpolitischen Veranstaltung nach Berlin ein. In diesem Jahr wird sich der DBR vorrangig den Themen Bildung und Arbeit zuwenden.

"Nicht erst der Bericht des UNO Sonderberichtserstatters Venor Munoz hat gezeigt, dass es in Deutschland eine erhebliche Ungerechtigkeit bei der Verteilung der Bildungschancen gibt. Behinderte Menschen, die eine Förderschule absolviert haben, laufen besonders oft Gefahr im Berufsleben nicht anzukommen und auf der Strecke zu bleiben. Die Behindertenverbände mahnen daher seit vielen Jahren Veränderungen an. Die Tatsache, dass die Kritik an der Benachteiligung behinderter Menschen bei der Bildung nunmehr mitten in der Gesellschaft angekommen ist, ist für uns Grund genug, neue Wege und Konzepte vorzustellen", so Barbara Vieweg, Koordinatorin des Arbeitsausschusses des DBR.

Am Vormittag werden u.a. Erika Huxold vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Vorsitzende des Sprecherrates des DBR Horst Frehe auf nationale und internationale behindertenpolitische Themen eingehen. Dazu gehören vor allem die UN–Konvention über die Rechte behinderter Menschen, die gerade für den Bereich der Bildung gleiche Chancen als Menschenrecht einfordert und die Frage, welche Wege behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt führen.

Am Nachmittag kommen dann Expertinnen zum Thema Bildung zu Wort. Die abschließende Podiumsdiskussion trägt den Titel "Inklusive Bildung – geht das? – Wie geht das?"

Die Veranstaltung des DBR wird zudem auch einen Blick in die Zukunft des Jahres 2008 werfen. Welche behindertenpolitischen Forderungen bestehen und wie können sie umgesetzt werden? Dazu wird der neue Sprecherratsvorsitzende Walter Hirrlinger vom VdK sprechen und das Sekretariat des DBR für das nächste Jahr übernehmen.

Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Eine Erstattung der Fahrtkosten für diejenigen, die Unterstützung bei der Finanzierung brauchen, wurde bei der Aktion Mensch beantragt, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zugesichert werden.

Anmeldungen werden bis spätestens 23. November beim Sekretariat des Deutschen Behindertenrates, c/o ISL e.V., Hermann-Pistor-Straße 1, 07445 Jena, Tel. 03641/234795, Fax: 03641/396252, E-Mail: mspoerke@isl-ev.de erbeten.

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